robson
Es geht hier um folgendes:
Laut einschlägiger Erfahrungen mehrerer Newcomer Djs ist die Bezahlung , im Bezug zu dem Geld was die Headliner verdienen , einfach nur mau, sehr mau!! Da fahren manche mehrere hundert Kilometer und legen 7 Stunden auf , um am Ende 20 euro pro Nase in der Tasche zu haben.
Wir wollen mal ein paar Vorschläge / Meinungen / Erfahrungen sammeln , wie man diesen Zustande eventuell ändern könnte. Vielleicht gibt es ja auch kontroverse Meinungen, würde mich/uns ebenso freuen.
Ein zweiter Punkt ist der Starkult der um viele Djs getrieben wird. Schließlich können wir die gleichen Platten spielen, wie andere auch...das ist auch oder vorallem bezogen auf das Feedback der Leute , die die Parties besuchen.
Hoffentlich kriegen wir hier eine ordentliche Diskussion zusammen.
Hoschie
ich würd vielleicht ein herr väth das gehalt kürzen das mehr für andere da ist bzw sollte jene welche vielleicht ganz abtreten und platz für neue schaffen
es kann doch wirklich nicht sein das einer 4000euro oder so für 2h auflegen bekommt und die anderen die vielleicht genau so gut waren nur 20 euro weil der veranstalter ja auch was verdienen will und ohne headliner läuft ja heut zu tag nix mehr
Meichel
a) also, wenn ich in nen club gehe, will ich nen schönen abend haben und wenn ich :electro: dann erst recht. schöner abend = wenn gute musik = wenn guter dj
um die chancen hoch zu halten, dass der dj gut ist, gibt es für mich zwei möglichkeiten:
1. ich geh in nen club, wo jemand mir bekanntes auflegt
2. ich geh in nen club, wo ich vertrauen kann, dass die djs gut sind (auch wenn sie unbekannt sind)
2. ergibt immer ein problem, weil qualität unterschiedlich definiert werden kann und letztlich vom subjektiven Empfinden eines jeden einzelnen Besuchers abhängt.
Daher ergibt sich 1. für einen Besucher als einfachste Lösung.
b) es ist manchmal wie ein teufelskreis. djs, die nen guten style rüberbringen und/ oder beim publikum/ clubbesitzer in Erinnerung bleiben, werden öfter gebucht, da man mehr leute in den club kriegt. Djs die gut gebucht sind werdenin irgendeiner form zum vorzeigeobjekt,infolgedessen ihnen die promoplatten quasi aufgedrängt werden. Damit setzen sie sich wiederum weiter vom rest der djs ab, was wiederum hilft, vom publikum noch mehr als vorher als was besonderes akzeptiert zu werden.... damit klafft die schere immer mehr auseinander, denn wer gut gebucht ist, verlangt früher oder später auch mehr kohle (was man nich verdenken kann).
mezzomixer
ich kann die worte von meichel nur unterstreichen aber dann würds ja zu nem link :emule:
man muss vieleicht sich einfach an so einen sogenannten
headliner dranhängen
wenn derjenige ein garant ist für ne volle hütte und man kann auf dem secound floor auflegen dann kann man das auch schon mal billiger machen und dann halt wenn der headliner mal zu breit ist aus seinem schatten treten
ich denke man muss die preisgestalltung
recht sensibel angehen
sicher kann man mehr geld verdiehnen jeh tiefer man sich bückt
aber ich habe lieber eine für mich geile feier
und dann eben nicht soviel geld
denn das leben ist zu kurz und es gibt zu geile tracks
robson
also seid ihr mezzomixer und meichel der meinung, dass man die situation erstmal so hinnehmen muss wie sie ist und für sich selber nen schönen abend verbringen soll, da es schließlich ein hobby ist?
keine kritik an den hohen gehältern der top leute in relation zu den newcomern?
DaChris
Tja, leider wird das noch durch viele Partygänger unterstützt da diese nur zu den großen Namen strömen. Wenn kein großer Name aufm Flyer steht bleibt der Schuppen leer, oder er leert sich sobald dieser große Name aufgehört hat zu spielen. Diese Gier nach den großen Namen führt übrigens zu herrlichen Stilblüten, nachzulesen auf der Worldleague-Site (
www.worldleague.de). Leider gibts hier in München noch dazu das Phänomen das sich einige Veranstalter einen wahren Kampf ums beste Lineup führen.
Das führt dann sicerlich auch dazu das die Preise für Topacts in die Höhe schießen bzw. da bleiben wo sie sind. Und solange an diesem schafherdenartigen Feierverhalten sich nix ändert bleiben die Preise auch oben ;)
Meine Meinung halt ;)
Ich möchte aber noch anmerken das es Clubs gab/gibt wie z.B. das ehemalige Ultraschall oder den HarryKleinClub in dem die DJs gern auf nen Teil der Gage verzichten um dort spielen zu können/dürfen
Meichel
ich hab nur versucht eine ursache zu ergründen, die ich als grundlegend für die problematik sehe. weil darauf aufbauend gehen nämlich solche lineupkriege, wie sie dachris beschreibt, für die clubbesitzer erst auf. wenn keiner drauf anspringen würde, würden sie solche taktiken nich fahren.
d.h. jedoch nicht, dass ich die relationen nicht kritisch finde. ich denke nur, dass die musik keine ausnahme darstellt. seht z.B. den sport an. wenn man da kein sponsor hat, kannst auch gut sein. bringt dir aber nüscht. und wenn ein dj keinen clubbesitzer findet, der ihn (zu guten zeiten) auflegen lässt, dann hat er meist auch schlechte karten.
möglichkeiten, die ich für unterbezahlte künstler sehe:
- einen eigenen style finden, um sich von der masse abzusetzen. letztlich kriegt jeder dieselben platten (abgesehen von promozeugs). also kann theoretisch auch jeder dasselbe auflegen. wer eigene sachen verwirklicht, sich vom stil des auflegens absetzt oder sich nichtmusikalische markenzeichen setzt, hat normalerweise bessere chancen.
- entweder man hat vitamin b oder man muss umso mehr klinken putzen. dazu gehört dann eben auch, dass man unterbezahlt anfängt. wenn man sich dann beweisen kann,hat man referenzen für andere clubs und kann so letztlich auch sukzessive seine gehaltsanforderungen erhöhen. (klingt in der theorie einfach,bedeutet in der praxis aber nunmal erheblichen aufwand und einsatz)